Schon zum zweiten Mal veranstaltete die Peter-Altmeier-Gesellschaft Koblenz als Vereinigung für staatsbürgerliche Bildung einen Wettbewerb für politische Bildung, der auch in diesem Jahr wieder von der Initiative Region Koblenz-Mitterhein e.V. unterstütz wurde. Dazu konnten Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II Facharbeiten und besondere Lernleistungen einreichen, die sie in den gemeinschaftskundlichen Fächern angefertigt hatten.
„Politische Bildung lebt von der Auseinandersetzung auch der jungen Menschen mit der politischen Ordnung in Geschichte und Gegenwart, um sie kritisch zu begleiten und unter den Bedingungen von Würde, Freiheit und Solidarität zukunftsfähig zu machen“, so der Präsident der Peter-Altmeier-Gesellschaft, Hans-Jörg Assenmacher.

Er führte durch den Abend und würdigte die Arbeiten als eine Form der sachlichen, engagierten und glaubwürdigen Auseinandersetzung junger Menschen mit Staat und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart. Er zeigte sich überzeugt, dass politische Bildung auch auf diese Weise wirksam gefördert werde.
Bei TV-Mittelrhein (Deutschland Fernsehen Produktions GmbH & Co KG) in Urbar stellten die Preisträger ihre Arbeiten vor. Alle Themen bestachen durch ihre Aktualität und die Überzeugungskraft der Autorinnen und Autoren. Sie reichten von Regionalthemen wie Windkraft oder medizinische Versorgung im ländlichen Raum bis hin zu Ausarbeitungen über einen Vergleich von RAF und NSU und zum Leben Konrad Adenauers in der NS-Zeit und seiner Bedeutung für die junge deutsche Demokratie.
Den ersten Preis erhielt Maren Reitz, Konrad-Adenauer-Gymnasium in Westerburg. Sie ging der Frage nach, ob eine Zweistaaten-Lösung den Nachostkonflikt beenden könne und beantwortete auf der Grundlage ihrer sorgfältigen Analyse mit einem Nein.
Mit dem zweiten Preis zeichnete die Jury - unter Vorsitz des Vorstandsmitglieds Hubert Luszczynski - die besondere Lernleistung von Andreas Schulte-Hubbert vom Herzog-Johann-Gymnasium in Simmern/ Hunsrück aus. Sein bemerkenswertes Thema: „Beurteilung der Vorgehensweise der Bundesregierung Deutschland gegen die Terrormiliz Islamischer Staat aus Sicht von Kommunalpolitikern verschiedener Parteien“.
Der dritte Preis ging an Christian Kauth vom Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur für seine Facharbeit zum Thema: „(Ein Gespenst geht um in Europa…) Das Gespenst der Freiheit – das Gespenst der Selbstbestimmung. Ursachen und Bedeutung des schott.-engl. Referendums für die schott.-engl. Beziehungen und die EU.
Den Sonderpreis der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. wurde durch ihren Vorsitzenden Manfred Graulich an Frederik Jaeger, Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz, verliehen. Er befasste sich mit der Verfolgung der Sinti und Roma in Koblenz im Nationalsozialismus. Manfred Graulich bedankte sich und beglückwünschte den Autor zu dieser ausgezeichneten Arbeit.
Weitere Preisträger waren Carla Dahlem, Lara Pörtner, Christoph Serwas, Anika Bieg, Madeleine Meurer, Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur, sowie Ronja Kern, IGS-Kastellaun.

 

Foto: Ute Klapthor
Hintere Reihe v. l. n. r.: Vizepräsident der Peter-Altmeier-Gesellschaft, CDU-MdL Andreas Biebricher, Präsident der Peter-Altmeier-Gesellschaft, Hans-Jörg Assenmacher, Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Manfred Graulich, Hubert Luszczynski, Vorsitzender der Jury.
Preisträger: Zweite von links: Preisträgerin der Peter-Altmeier-Gesellschaft, Maren Reitz, Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg; zweiter von rechts – Sonderpreisträger der Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Frederik Jaeger, Bischöfliches Gymnasium Koblenz