Zukunftskonferenz der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. setzt in Andernach Impulse für die Gründung einer Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein

Die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. wirbt in diesem Veranstaltungsjahr für die Gründung der Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein. In der Auftaktveranstaltung am 29. März, hatte sie in die Mittelrheinhalle nach Andernach geladen, um das Bewusstsein für die Gründung zu wecken und Mitkämpfer für die Region zu gewinnen.

„Dass wir uns als Regiopolregion begreifen und aufstellen, ist eine entscheidende Voraussetzung um zwischen den benachbarten Metropolregionen erfolgreich zu sein“, so der Vorsitzende der Initiative, Hans-Jörg Assenmacher, zu Beginn. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter zahlreiche Vertreter von Städten und Gemeinden, informierten sich über das Konzept der Regiopolregion. „Wir können eine echte Alternative zu den Metropolregionen bieten. Dazu müssen die Kommunen gemeinsame Entwicklungsstrategien entwickeln und gemeinsam handeln“ betonte Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten in seinem Grußwort.

Dass dies gelingen kann, zeigte Christian Weiß, Geschäftsführer der Region Rostock Marketing Initiative und verantwortlicher Sprecher des 2016 gegründeten RegioPole-Netzwerks, am Beispiel der Regiopolregion Rostock auf. Er stellte den Prozess von der Idee über die Umsetzung bis zur aktuellen Arbeit vor. Das Projekt „Regiopolregion“ entwickle sich deshalb so erfolgreich, weil man sich stark an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientiere. Vor allem seien es nicht Verwaltungsgrenzen, sondern funktionale und räumliche Bezüge, die eine Regiopolregion ausmachen, so Weiß.

„Auch vor dem Hintergrund des Auslaufens des jetzigen Bund-Länder-Finanzausgleichs und von Förderprogrammen auf EU- und Bundesebene seien regionale Aktionsbündnisse unverzichtbar“, so Prof. Dr. Jürgen Aring, Diplom Geograph und Stadtplaner, Vorstand vhw-Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.


Wie wichtig das Thema Regiopolregion für die Region Koblenz-Mittelrhein ist, wurde im Rahmen der anschließenden Podiumsrunde deutlich. Neben den Referenten Weiß und Aring, betonten der Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Nikolaus Roth und der Geschäftsführer International der IHK Koblenz, Robert Lippmann, dass die Region Koblenz-Mittelrhein alle Voraussetzungen einer Regiopolregion mitbringe: Erfolgreiche Unternehmen, anerkannte Forschungs- und Bildungseinrichtungen, ein eng verflochtenes Netz von Städten und Gemeinden und somit ein herausgehobenes Innovations- und Wirtschaftspotenzial. Es sei jetzt an der Zeit den Anschluss nicht zu verpassen und Handlungsfähigkeit zu beweisen, so die Gesprächspartner.

„Die Gründung einer Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein bietet hervorragende Perspektiven zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Region“, stellte stellvertretender Vorsitzender und Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Dr. Ulrich Kleemann, abschließend fest.

Die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. wird sich für die Gründung der Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein stark machen und bereits am 11. Mai, im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung mit parlamentarischem Abend, weiter informieren.

Zum Hintergrund:
Die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. verfolgt das Ziel, einen wirksamen Beitrag zur zukunftsfähigen Entwicklung der Region Koblenz-Mittelrhein (ehem. Regierungsbezirk Koblenz) zu leisten. Die gesamte Region Koblenz-Mittelrhein muss als Regiopolregion identifiziert werden. Weitere Infos unter www.region-koblenz-mittelrhein.de.

Infos zu Regiopolen in Deutschland unter: www.regiopole.de.

170329 Zukunftskonferenz Regiopole

Foto v.l.n.r.: Nikolaus Roth, Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Achim Hütten, Oberbürgermeister der Stadt Andernach, Katrin Wolf, Moderatorin, DRF Deutschland Fernsehen GmbH, Hans-Jörg Assenmacher, Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Dr. Ulrich Kleemann, stellvertretender Vorsitzender und Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Christian Weiß, Geschäftsführer der Region Rostock Marketing Initiative e.V., Robert Lippmann, Geschäftsführer International der IHK Koblenz, Prof. Dr. Jürgen Aring, Diplom-Geograph und Stadtplaner, Vorstand des vhw-Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.

 Assenmacher 1

 Foto: Hans-Jörg Assenmacher, Vorsitzender der Initative Region Koblenz-Mittelrhein e.V.

Podium

Hütten 2

Foto: Achim Hütten, Oberbürgermeister der Stadt Andernach

Aring